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Thema: Erfahrungen im PJ - wem ging es ähnlich?

  1. #1

    Erfahrungen im PJ - wem ging es ähnlich?

    Hallo zusammen!


    Ich mache gerade mein PJ in einer Centerapotheke und wollte euch mal fragen, wie es euch so ergangen ist. Wann durftet ihr z.B. Kunden bedienen und beraten und ward ihr am Ende eures Praktischen Jahres soweit, dass ihr fast alles konntet?


    Ich bin momentan ziemlich verwirrt. Habe erst vor wenigen Wochen angefangen und bin fast komplett auf mich allein gestellt. Ich wurde bereits am ersten Tag auf die Kundschaft losgelassen (noch mit Aufsicht). Am zweiten Tag war ich schon komplett auf mich allein gestellt, sodass ich jede Minute was fragen musste. Ich fand das sehr unangenehm, da die Mitarbeiter und Kunden schon leicht genervt waren. Mittlerweile bin ich immer noch etwas verwirrt, da so viele Infos auf mich einprallen. Vielleicht stelle ich mich daher auch manchmal etwas ungeschickt an. Leider merken das auch meine Kollegen, so dass sie sich hinter meinem Rücken über mich lustig machen. Wenn ich wieder irgendwelche „dummen“ Fragen stelle, nochmal irgendwas nachfrage oder mich etwas ungeschickt anstelle, dann gucken sie sich nur komisch an und verdrehen die Augen. Ich komm mir da ziemlich dumm vor, sodass es mich weiter verunsichert und noch mehr Fehler passieren....Mein Chef meckert auch ständig. Er ist sehr pingelig. Er bemängelt bei mir etwas, was er bei seinen Mitarbeitern durchgehen lässt, wenn sie den gleichen Fehler machen. Mir kommt es so vor, dass er regelrecht darauf wartet, dass ich Fehler mache. Er sagt auch nie was positives, sondern hebt nur meine Fehler hervor, was unglaublich motiviert. Finde das sehr schade, da ich wirklich selbstständiger geworden bin. Ihm passt auch nicht, dass ich so viele Fragen stelle. Er meint ich soll es selber entscheiden. Manchmal beobachtet er mich auch heimlich, wenn ich mich in einem anderen Raum aufhalte....


    Verstehe es einfach nicht. Meine erste Pj-Hälfte habe ich in der Industrie gemacht. Da hatte man Verständnis, dass ich noch keine Ahnung hatte und wurde dementsprechend auch langsam eingearbeitet.


    Ging es jemand ähnlich? Was habt ihr so Erfahrungen gemacht?

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Ich würde so nicht arbeiten wollen... wenn du dich so unwohl fühlst, versuch dir eine andere Apotheke zu suchen. Oft geht das unter solchen umstäden auch ohne Verlängerung, das müsstest du mit deinem Prüfungsamt absprechen.
    Ich war auch in einem Center und ja, es ist stressig da, aber komplett alle hatten Verständnis und haben mich unterstützt (zB in ruhigen Momenten die Sichtwahl durchgehen). Durch hohen Krankenstand musste ich sehr schnell in den HV, aber nicht ab Tag 1 und auch nicht direkt alleine, unsere Apotheker haben mich aber nur 2-3 Kunden wirklich beaufsichtigt, sich aber darauf verlassen, dass ich mich nicht überschätze und mit Fragen zu ihnen komme und das habe ich auch gemacht. Die ersten Wochen bin ich wirklich ständig zu ihnen gegangen und hab mir Hilfe geholt, in den Pausen und abends hab ich mich in die Themen, die ich so am Tag hatte, eingelesen und war nach 2-3 Wochen komplett selbstständig. Wenn man aber nicht dabei unterstützt wird, selbstständig zu werden, dann wird man es auch nicht und fängt an, immer Zweifel aufzubauen :/
    Also solltest du schleunigst was ändern. Entweder suchst du noch einmal das Gespräch mit deinem Chef und erläuterst deine Situation, in der Hoffnung, dass sich etwas ändert, oder du greifst hart durch.

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Ein Stück weit ist das natürlich normal, dass man am Anfang wie der Ochse vorm Berg steht. Die ersten paar Wochen sollten deine Kollegen da auch kulant sein und auch "nervige" Fragen geduldig beantworten.
    Es ist halt nun mal so, dass man nach dem Studium praktisch keine Ahnung von irgendwas hat bzw nicht weiß wie man Dinge in der Praxis handhabt - da musst du dir nicht dumm vorkommen.

    Sonst kann ich nur sagen ... sitz es halt 1/2 Jahr lang aus, bist nicht der/die erste mit "schlechter" PJ-Stelle.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    ich mache gerade das selbe durch wie du. Ich bin jetzt schon seit 3 Monaten dabei bei mir ist anders rum jede Schritt von mir wird beobachtet und kontrolliert und werde ständig von allen nur noch fertig gemacht wegen jeder Kleinigkeit wobei ich ehrlich gesagt viele Fehler mache z.B das falsche Insulin raussuchen, die telefonische Bestellung falsch bearbeiten weil ich den Namen nicht kenne oder bei Warenwirtschaft den falschen Auftrag buchen. Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass ich mit den Tränen kämpfen muss. Ich habe auch dummerweise für ein Jahr unterschrieben ich muss also 9 Monaten durchhalten. Ich möchte gerne das Thema mit den Chef besprechen aber ich habe Angst dass es dadurch noch schlimmer wird.

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    Bis zu einem halben Jahr braucht man schon um eine gewisse Sicherheit zu bekommen.

    Sonst kann ich nur den guten Rat geben, nehmt euch die Zeit die ihr braucht ("In der Ruhe liegt die Kraft"). Ich habe den Eindruck, gerade bei neuen Kräften, dass viele Fehler durch Hektik entstehen. Denkt noch einmal nach, ob das wirklich das richtige Lantus ist, was ihr da aus der Schublade geholt habt oder ob das Symbicort wirklich in der Stückzahl und der Stärke verordnet wurde.

    In Apotheken wird leider immer sehr viel gehetzt ... weil König Kunde keine Millisekunde zu lange warten darf ... aber besser etwas länger warten lassen und dafür richtig machen als anders rum. Geschwindigkeit kommt mit der Zeit von alleine.

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